02.04.2013

Kategorie(n): Allgemein

Die Zeit-Serie über Gute Spiele Nachrichten geht weiter. Und auch in dieser Ausgabe sind wieder sehr interessante Erkenntnisse dabei, die zeigen, dass unsere Annahmen, Einschätzungen – oder soll ich besser sagen – Vorurteile nicht mehr mit der Realität übereinstimmen. Ich wusste nicht, dass…

… 75% der Menschen in Deutschland glauben, dass es den Menschen in der Dritten Welt immer schlechter geht. Tatsache ist, dass der Anteil der Menschen, die weltweit in extremer Armut leben, stark abgenommen hat.

… dass sieben der zehn wachstumsstärksten Länder der Welt in Afrika liegen.

… dass die Zahl der Länder, die demokratisch regiert werden, seit 1972 stetig gestiegen ist.

Das sind weltweit positive Entwicklungen, über die ich mich sehr freue. In der letzten Ausgabe gab es unter dem Titel „Verdammt alt“ einige Fakten, die Deutschland betreffen. Auch die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

  • Seit 1970 ist die Lebenserwartung um neun Jahre gestiegen. Hauptursache: Die vielgeschmähte Schulmedizin.
  • Das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben ist auf die Hälfte gesunken. Sowohl die Behandlungsmethoden (Herzkatheter, Stents) als auch die Diagnosen (doppelt so viele Menschen mit kleinen Herzinfarkten werden richtig diagnostiziert) haben sich wesentlich verbessert.
  • Die Rückfallquote bei Magengeschwüren ist durch die Entdeckung des Bakteriums Helicobacter pylori von 85% auf 5% gesunken.
  • 1998 hatten noch 98,4% aller 12jährigen Kinder Karies. 2006 waren 70% der Kinder in diesem Alter kariesfrei.
  • Aufgrund minimalinvasiver Operationen und verbesserter Narkosemedizin ist das Operationsrisiko deutlich gesunken und Operationen sind auch in höherem Alter noch möglich.

Das sind doch unbestritten richtig gute Spiele Nachrichten. Ich sage damit nicht, dass in unseren Krankenhäusern und in unserem Gesundheitssystem alles in Ordnung ist, aber es ist eben auch unsere Entscheidung, ob wir immer nur die Probleme oder auch die positiven Entwicklungen sehen. Ich glaube es lebt sich besser, wenn wir auch das Positive wahrnehmen.

Und ich glaube es gibt noch etwas, dass dazu beiträgt, dass wir besser leben: Versicherungen. Mit zwei Beispielen möchte ich diesen Beitrag beenden:

Krankenzusatzversicherung: Es ist gut zu wissen, dass entweder meine Frau oder ich im Krankenhaus dabei bleiben kann, sofern eines unserer Kinder dort hin muss. Rooming-in nennt sich das im Versicherungschinesisch. Ist natürlich auch ohne Krankenzusatzversicherung möglich, die Kosten müssen dann aber selbst getragen werden. Und auch den Besuch eines Heilpraktikers zahlt meine Krankenzusatzversicherung – für meine Kinder und für die Eltern.

Pflegeversicherung: Die Kehrseite dessen, dass wir „Verdammt alt“ werden bzw. einer höheren Lebenserwartung (dazu am Donnerstag mehr) ist die steigende Wahrscheinlichkeit, Pflegefall zu werden. Wie dringend notwendig private Vorsorge ist, zeigt die Tatsache, dass der Gesetzgeber mit dem sogenannten „Pflege-Bahr“ eine Förderung durch monatliche Zuschüsse für eine entsprechende Pflegeversicherung eingerichtet hat. Was für die guten Spiele Nachrichten gilt, gilt auch für neue Risiken: Es lebt sich besser, wenn man sich bewusst damit auseinander setzt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine optimistische und erfolgreiche Woche, egal ob im Urlaub oder bei der Arbeit.

Foto: © SG- design – Fotolia.com

 

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