10.04.2013

Kategorie(n): Allgemein

demografieWenn wir uns mit der steigenden Lebenserwartung auseinandersetzen, dann beschäftigen wir uns oft mit der Frage, was das für den Einzelnen bedeutet. Beim gestrigen Canada Life Partnertag auf dem Petersberg in Bonn, referierte Dr. Steffen Kröhnert vom Berlin Institut zur Frage, was das für Deutschland als Gesellschaft bedeutet.

Zur Erinnerung nochmal kurz die Entwicklung der Geburtenzahl in Deutschland:
1960: 1,3 Mio. Babys, 1970: 1 Mio., 1980: 900.000, heute noch knapp 700.000 im Jahr

In den nächsten 20 Jahren gehen die Babyboomer in Rente, daraus ergibt sich eine historisch völlig neue Situation für eine Gesellschaft:

  1. Wachstum war seither immer mit einer steigender Bevölkerung verbunden. Die Einwohnerzahl in Deutschland sinkt. Ist dann noch Wachstum möglich?
  2. Noch nie gab es ein Land mit so vielen über 80jährigen. Welche Auswirkungen hat das auf Infrastruktur und Sozialsysteme?

Wir alle kennen die Graphik zur Bevölkerungsentwicklung, die in den letzten Jahrzehnten vom Tannenbaum über die Zwiebel zum Pilz mutiert ist. Eine Geburtenrate von 1,3 Kinder pro Frau bedeutet, dass jede Kindergeneration um ein Drittel kleiner ist als die Elterngeneration. Eine Generation sind 25 – 30 Jahre, das heißt in 100 – 120 Jahren schrumpft eine Bevölkerung von 80 Millionen auf ca. 16 Millionen. Extrem krass.

In den letzten Jahren war die Bevölkerung in Deutschland trotzdem relativ stabil, da es eine Netto-Zuwanderung von ca. 200.000 Personen pro Jahr gab. Das wird aber in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichend sein. Auch eine Steigerung der Geburtenrate wird den Trend nicht umkehren können, da die Elterngeneration schon so viel kleiner ist. Für das Jahr 2030 prognostizieren Experten einen Todesfallüberschuss (so heißt das wirklich) von 500.000 Personen pro Jahr. Das heißt wenn man Todesfälle und Geburten miteinander saldiert, bleibt ein Defizit von 500.000. Um diese Zahl würde die Bevölkerung in Deutschland ohne Zuwanderung sinken.

Man muss kein Versicherungsmathematiker oder Sozialwissenschaftler sein, um zu verstehen, dass diese Entwicklung eine extreme Belastung für die Sozialsysteme mit sich bringt:

  • Gesetzliche Rentenversicherung: Immer mehr Rentenempfänger, immer weniger Beitragszahler.
  • Krankenversicherung: Der größte Teil der lebenslang verursachten Krankheitskosten eines Menschen fällt in den letzten Jahren an.
  • Pflegeversicherung: Prognostiziert ist ein Anstieg der Pflegefälle von 2,5 auf 4 Millionen, bei einem gleichzeitigen Rückgang der familiären Pflege.

Wer diese Entwicklungen kennt – und Experten sagen, dass Sie nur noch abgeschwächt, aber eigentlich nicht mehr umgekehrt werden können – der muss handeln. Und wenn er noch keine 60 ist sogar dringend: Nutzen Sie die Kompetenz der Berater von Hoesch & Partner zu einem unabhängigen Risiko- und Vorsorge-Check. Da kommen dann sicher die Themen Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu Sprache. Denn die gute Nachricht ist: wir werden immer älter und das will wohl geplant sein.

Quelle/Grafik: Steffen.Kroehnert @ Berlin-Institut.org

 

2 Kommentare

[…] sein. So alt werde ich nicht! Die Lebenserwartung wird unterschätzt, dazu verweise ich auf meinen Blogbeitrag vom 10. April 2013. Ich habe schon genug vorgesorgt! Sicher? Wie lange reichen denn 100.000 EUR Kapital bei einer […]


[…] Nummer 1 ist Pflege Und das ist auch gut so! Denn das ist das Thema, das uns aufgrund von demographischer Entwicklung und bis jetzt geringer vorhandener Privat-Vorsorge intensiv beschäftigen muss. Dazu hat Sören […]