14.03.2013

Kategorie(n): Allgemein

Der Rücktritt von Benedikt XVI. hatte plötzlich die Frage „Bekommt der Papst eigentlich Rente?“ zur Folge. Nun, wahrscheinlich müssen wir uns um den Alt- oder Ex-Papst oder wie auch immer man Herrn Ratzinger nun richtig bezeichnet nicht in dem Sinne sorgen, dass er in der Gefahr steht, der Altersarmut zu verfallen. Eine Übergangsbleibe hat er gefunden – der Altersruhesitz in Form eines Klosters wird renoviert – und die vatikanische Kantine wird schon drei Mahlzeiten am Tag zustande bringen. Dennoch ist es eine unterhaltsame Frage, ob und wenn ja wie sich der Papst eigentlich versichern muss. Schauen wir uns einfach mal ein paar Versicherungen an, die ein Normalsterblicher, fehlbarer Mensch brauchen könnte und vergleichen sie mit dem Bedarf des Heiligen Vaters.

Altersversorgung: Eigentlich unnötig, da es ein Amt auf Lebenszeit ist, d.h. der Job läuft bis zum letzten Atemzug weiter. Also braucht es auch keine Vorsorge für den Ruhestand. Wenn es dann alle 1.000 Jahre doch mal vorkommt, dass der Papst in Rente geht, kann das aus dem laufenden Haushalt bestritten werden, da das Risiko und die damit verbundenen Kosten überschaubar sind. Wenn das mit der Papst-Rente jetzt allerdings in Mode kommt, muss sich der Vatikan ggf. was einfallen lassen.

Haftpflicht: Ob nun Berufs- oder Privathaftpflicht, es gibt ein Argument, dass diese Versicherung unnötig ist: Wer unfehlbar ist, wird keinen Stress mit Haftungsfragen bekommen. Und wenn doch einer klagt, braucht es auch keine Rechtschutzversicherung, denn das Verfahren wird qua definitionem unvermeidlich gewonnen werden.

Was er – wie die Wikileaks-Affäre gezeigt hat – schon mal brauchen könnte, ist eine Vertrauensschadenversicherung. Wenn die normalsterblichen Mitarbeiter klauen, unterschlagen, veruntreuen oder andere vorsätzliche unerlaubte Handlungen, die nach § 823 BGB zum Schadenersatz verpflichten, trägt diese Absicherung die Kosten.

Kfz-Versicherung: Das Papa-Mobil, ist ein Sonderfahrzeug im gewerblichen Betrieb, fällt aber wohl eher nicht unter die Personenbeförderung. Auch hier braucht es eher keine Versicherung, da zumindest aus deutschem Rechtsverständnis eine Gewährträgerhaftung greifen könnte und der Vatikanstaat für mögliche Schäden aufkommen sollte. Selbst wenn das Auto versichert werden würde, wäre die Prämie sicherlich günstig, das Auto fährt nur wenige Kilometer im Jahr, nur Schrittgeschwindigkeit, wahrscheinlich immer der selbe Fahrer, eine Garage wird es auch geben. Zwar wird der Papst keine Bahncard und auch keinen Bausparvertrag zur weiteren Prämienreduzierung ins Feld führen können, aber das wird wahrscheinlich nicht nötig sein.

Unfall-Versicherung: Wenn man sieht, wie viel oder besser gesagt wie wenig ein Papst selbst macht, dann kann darauf getrost verzichtet werden. Da der Papst keine Bäume schneidet – und somit nicht von der Leiter fallen kann und auch nicht so viele Aufgaben im Haushalt zu erledigen hat – wo bekanntlich die meisten Unfälle passieren. Selbst wenn er in einer Prozession stolpert sind ständig Leute um ihn rum, die ihn Auffangen. Also Kategorie unnötig.

Kunstversicherung: Hier besteht ein riesiger Bedarf, denn die Kunstschätze des Vatikan sind legendär. Egal ob Petersdom, Sixtinische Kapelle oder was noch alles: wenn es da brennt, Wasser reinläuft oder einer Graffiti sprüht, ist der Schaden immens und die Wiederherstellung ein Mega-Projekt. Schön, wenn dann eine Versicherung mit dem entsprechenden Sümmchen einspringt. Hier dürfte angesichts der Einzigartigkeit der Kunstschätze und der schieren Summen eher das Problem sein, überhaupt Versicherungsschutz zu bekommen.

Fazit: Der Papst braucht nicht wirklich viele Versicherungen. Wenn Sie nicht unfehlbar sind und ihr Job auch nicht bis zum Lebensende garantiert ist, sieht das völlig anders aus. Dann müssen Sie sich über Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und Altersversorgung Gedanken machen. Nutzen Sie deshalb unseren kostenlosen Risiko- und Vorsorgecheck für einen himmlischen Versicherungsschutz.

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Ein Gedanke zu „Muss sich ein Papst eigentlich auch versichern?“

  1. Gutes, aktuelles Thema – kreativ gedacht und fachlich sehr gut gelöst (hat mir der Vatikan eben eingeflüstert).

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