21.03.2013

Kategorie(n): Allgemein

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist das klassische Alleinverdienermodell auf dem Rückzug. In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil an Paaren und Familien, die so ihr Einkommen bestreiten, von 30 auf 20% reduziert. Mainstream ist in der Zwischenzeit: Mann arbeitet Vollzeit, Frau Teilzeit.

Ich will diese Entwicklung nicht bewerten und mich damit auch nicht in die emotional aufgeladene, familienpolitische Debatte einmischen, ob das nun gut für Land und Kinder ist. Als ich die Ergebnisse der Studie gesehen habe, kam mir jedoch sofort ein Gedanke: Beim persönlichen Risiko- und Vorsorgemanagement sind wir noch nicht so weit! Was ich damit meine? Ganz einfach: Die Absicherung bei existenziellen Risiken wie Tod oder Berufsunfähigkeit ist immer noch sehr männerlastig. Die männlichen Alleinversicherer sind nach wie vor stark verbreitet. Dass das nicht nur nicht gleichberechtigt oder vielleicht politically incorrect ist, sondern viel mehr erhebliche Risiken für das ganz normale Leben – vor allem von Familien – birgt, wobei Männer und Frauen gleichberechtigt betroffen sind, lässt sich in wenigen Zeilen zeigen.

Ursache ist vielfach eine falsche oder fehlende Risikoeinschätzung: Bei männlichen Alleinverdienern oder wenn Frauen Teilzeit arbeiten, trägt der Mann ausschließlich oder zumindest zum größeren Teil zum Einkommen bei. Daraus wird dann abgeleitet, dass es vor allem wichtig ist, beim Mann den Tod oder das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern ist. Das ist insoweit gut und richtig, dass der Mann selbstverständlich diese existenzbedrohenden Risiken absichern muss. Aber nur weil die Frau kein oder ein geringeres Einkommen hat, heißt das nicht, dass sie keine Absicherung benötigt.

Was passiert denn, wenn die Frau ihren Beruf als Hausfrau nicht mehr ausüben kann oder aufgrund eines Unfalls zu Tode kommt. Dann kann der Mann nicht einfach fröhlich weiterarbeiten. Und zwar nicht nur aus psychologischen, sondern wenn kleinere Kinder da sind, auch ganz praktischen Gründen: Wer macht die Arbeit der Frau im Haushalt, wer kümmert sich nach der Kita um die Kinder? Man(n) hat nur zwei Optionen: Selbst weniger arbeiten (das führt zu einem geringeren Einkommen) oder Betreuung für die Kinder zukaufen (das kostet Geld). Und selbst wenn keine Kinder da sind und frau nur Teilzeit arbeitet kann es auch beim Wegfall des geringeren Einkommens eng werden mit der Immobilienfinanzierung.

Wie man es dreht und wendet: Sowohl Mann als auch Frau benötigen einen angemessenen Todesfallschutz in Form einer Risikolebensversicherung und eine passende Absicherung ihrer Arbeitskraft (lt. Finanztest eine absolut notwendige Vorsorge) in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Alle – ob Vollzeit, Teilzeit, klassisch, modern, Patchwork, mit Kind, ohne Kind, verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden, hetero oder homo, sind herzliche, zu einem kostenlosen, persönlichen Risiko- und Vorsorge-Check eingeladen. Da sortieren unsere Berater in Ruhe die Risiken und machen Vorschläge zur Absicherung. So kommen wir auch im Risiko- und Vorsorgemanagement weiter und die männlichen Alleinversicher werden weniger. Diese Entwicklung kann ich auch getrost bewerten: Das ist gut und wichtig!

<small „>Foto: © alphaspirit – Fotolia.com

 

Ein Gedanke zu „Männliche Alleinverdiener sind auf dem Rückzug, männliche Alleinversicherer halten sich hartnäckig.“

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