04.03.2013

Kategorie(n): Allgemein

Die abgebildeten Absätze begegnen mir ab und an im Büroalltag. Und ich bin ganz ehrlich: das macht mir Angst. Deshalb habe ich mich nun entschieden mir mit Hilfe einer versicherungstechnischen Betrachtung die Angst von der Seele zu schreiben. Aber der Reihe nach.

Zuerst einmal beschäftigt mich die Frage, ob es für solche Schuhe eigentlich eines Waffenscheins bedarf, zumindest wenn die Höhe 10cm übersteigt, denn dann könnten sie ggf. in die Kategorie langstielige, feststehende Klingen fallen. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss leider noch nicht vor.

Neben der Frage nach der waffenkategorischen Einordnung bleibt offen, gegen wen die Waffe eigentlich gerichtet ist. Selbstverständlich kommt mir als verängstigtem Mann des 21. Jahrhunderts zuerst mein kleiner Zeh in den Sinn. Nicht auszudenken, welchen Schmerz ich zu erleiden hätte, wenn sich diese maximal Cent große Spitze mit einer Belastung von drei Dutzend zarten Kilos in mein kleines Zehlein bohren würde. Stylishes Schuhwerk mit Stahlkappen ist schwer zu bekommen. Nun – immerhin kann ich wesentlich beeinflussen wie nahe ich dem gefährlichen Objekt komme, jedenfalls scheint ein Tanz bei der nächsten Weihnachtsfeier ausgeschlossen, das hätte ja schon grob fahrlässige Züge.

Wenn die Waffe nun nicht gegen mich gerichtet ist, dann vielleicht gegen die Trägerin selbst. Quasi ein freiwilliges zufügen von Schmerz. Obwohl die Trägerinnen auch bei mehrfachem, insistierendem Nachfragen unbeirrt darauf beharren, dass es sich um einen bequemen Schuh handele. Ein unvorstellbarer, für mein männliches Hirn nicht zu nachzuvollziehender Gedanke, dem geradezu etwas selbstkasteiendes inne wohnt. Allein der Anblick bereitet mir schon körperliche Schmerzen, die rasende Formen annehmen bei dem Gedanken, des Umknickens in wehendem Schritt, die Bänder reißen, das Sprunggelenk splittert, ständig verspüre ich den Drang pro aktiv die 112 zu wählen.

Spätestens hier stellt sich mir die Fachfrage: zahlt in so einem Fall eigentlich die Unfallversicherung. Auch wenn wir uns in unsicherem Terrain bewegen, können wir als Ausgangspunkt die Definition des Unfallbegriffes heranziehen: Ein Ereignis ist dann ein Unfall, wenn es plötzlich und unerwartet von außen auf den Körper einwirkt.

Plötzlich: ja, das kann ich mir schon vorstellen, man läuft da so flanierend durch die Fußgängerzone und plötzlich sackt das linke Bein weg, Ursache Achsen pardon Absatzbruch. Das ist plötzlich, haken dran.

Von Außen: Auch kein Problem, der Schuh ist ein Kleidungsstück, das außen am Körper getragen wird.

Auf den Körper: Eindeutig, das wirkt fühlbar – auch als Schmerz bekannt – auf den Körper ein.

Unerwartet: Jetzt wird es schwierig. Denn billigend in Kauf wird die Verletzung doch schon genommen. Ein Schelm wer böses denkt. Je nach Richter könnte man schnell auch bei grob fahrlässig oder vorsätzlich landen.

Jetzt ist es raus, meine Angst lässt nach. Sie treibt mich dennoch weiter um. Angesichts von Millionen Frauen, die dieser Gefahr ausgesetzt sind, werden wir das bei den Versicherungsgesellschaften, die Unfallversicherungen anbieten, nachfragen, wie solche Fälle eingeschätzt werden. Was Absatzträgerinnen in jedem Fall brauchen ist eine gute Krankenzusatzversicherung oder sie sollten gleich in die Private Krankenversicherung wechseln.

 

1 Kommentar

[…] Und selbiges steht schließlich bevor, denn heute ist ja Freitag. Deshalb möchte ich heute an den letzten Artikel zum Thema High Heels anknüpfen: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und bei den Schadenabteilungen der Versicherer […]