26.03.2013

Kategorie(n): Allgemein

Es geht uns gut

Warum es uns besser geht denn je und keiner es merkt – und sogar Versicherungen einen Beitrag leisten.

Die Zeit hat diese Woche einen gewagten Titel: „Wir haben schlechte Spiele Nachrichten: Es geht uns gut.“ Damit brechen die Blattmacher mit dem ehernen Gesetz „Bad News are good news“. Denn schlechte Spiele Nachrichten verkaufen sich meist besser als gute. Jedenfalls ziehe ich als notorischer Optimist den Hut vor dem Mut der Zeit-Redaktion, möge dieser mit guten Verkaufszahlen belohnt werden.

Nun zu den Inhalten. Woran macht die Redaktion diese steile These fest? Hier stichwortartig ein paar Zahlen und Daten zu Deutschland:

  • Wir leben länger und gesünder als noch vor 40 Jahren
  • Wir arbeiten weniger und sind reicher
  • Unsere Kinder haben Zugang zu höherwertiger Bildung
  • Unsere Umwelt ist so sauber wie lange nicht mehr
  • Und wir leben mit den Nationen Europas seit Jahrzehnten in Frieden – ein historisch einmaliger Zustand

Und auch global betrachtet gibt es interessante Entwicklungen, die man nur als positiv bezeichnen kann, denn bezogen auf die letzten 20 Jahre

  • Hat sich die Kindersterblichkeit halbiert
  • Immer mehr Menschen haben Zugang zu fließend Wasser, Bildung und Gesundheit
  • Die Menschheit verliert zwischenzeitlich mehr Lebensjahre durch Übergewicht als durch Unterernährung.

Wer diesen Aussagen nicht traut, möge die 4,20 EUR investieren und sich die aktuelle „Zeit“ kaufen, da finden sich die Belege, Quellen und Statistiken. Ich will damit nicht sagen, dass wir im Paradies leben oder keine Probleme mehr haben, aber angesichts der medialen Wahrnehmung in den Abendnachrichten kann es nicht schaden, mal einen Blick auf die positiven Entwicklungen zu werfen. Und ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen: Ich behaupte, dass die Versicherungsbranche einen wichtigen Beitrag zu einem besseren und sicheren Leben leistet. Und damit keine Missverständnisse aufkommen: auch und gerade in unserer Branche gibt es noch genug Probleme, die gelöst werden müssen. Aber hier mal ein paar Fakten zu den positiven Beiträgen, die wir leisten:

  • Rentenversicherung: Die Einführung der gesetzlichen Rentenversicherung ist historisch betrachtet eine Glanzleistung, die einer breiten Bevölkerung hilft, im Alter ein Einkommen zu beziehen. Natürlich muss die Rentenversicherung an die demographischen Realitäten angepasst werden. Aber zwischenzeitlich bestätigt selbst die OECD, dass wir hier durch späteren Renteneintritt (Rente mit 67 oder 69), Riester-Rente und Rürup-Rente die richtigen Schritte unternommen haben.
  • Krankenversicherung: Wenn man sich Diskussionen der Amerikaner über Obamacare anschaut, sind wir ganz gut unterwegs. Und natürlich gibt es auch hier genügend Baustellen. Und oft überlagert der politisch getriebene Systemstreit die Tatsache, dass unser Gesundheitssystem in der Breite eines der besten der Welt ist. Aber es braucht mehr Eigenvorsorge, deshalb ist der Wechsel in die private Krankenversicherung oder der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung eine sinnvolle Investition.
  • Absicherung von biometrischen Risiken: Insbesondere Tod und Berufsunfähigkeit. Die Schicksalsschläge zu verkraften ist schon nicht einfach, aber eine Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung können dafür sorgen, dass die Betroffenen neben den psychologischen Belastungen nicht auch noch finanziell in ihrer Existenz bedroht sind.
  • Haftpflicht– und Sachversicherungen. Das Leben ist voller Risiken. Und ohne Versicherungen wären bestimmte Ereignisse wie ein Autounfall oder der Brand eines Hauses einem wirtschaftlichen Totalschaden für die Betroffenen gleichzusetzen. Deshalb ist zum Beispiel die Autoversicherung eine Pflicht, denn so wird das vorhandene Risiko in jedem Fall abgesichert.
  • Risiko-Forschung: Viele Versicherer betreiben selbst Forschungseinrichtungen oder kooperieren mit entsprechenden Einrichtungen oder Universitäten. Die vorhandenen Erkenntnisse ermöglichen ein verbessertes Risikomanagement, kommen aber auch der Allgemeinheit zu Gute.

Das hört sich doch irgendwie gar nicht so schlecht an. Kann man ja fast ein bisschen stolz sein, in dieser Branche zu arbeiten. Also ich freue mich auf eine neue Arbeitswoche, in der wir uns bei Hoesch & Partner wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Risiko- und Vorsorgemanagement für unsere Kunden. In diesem Sinne wünsche ich eine erfolgreiche Woche.

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