12.03.2013

Kategorie(n): Allgemein

Ab 2015 gehen die geburtenstarken Babyboomer (Jahrgänge 1955 – 1970) in Rente. Das wird eine erneute, vielleicht noch nie dagewesene Belastungsprobe für die Gesetzliche Rentenversicherung. Zu Beginn eine stichwortartige Übersicht über die Auswirkungen, die laut dieser Studie zu erwarten sind:

  • Um eine grundsätzliche Trendwende in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schaffen, reichen Einzelmaßnahmen nicht aus, es braucht ein ganzes Bündel von Aktionen.
  • Das Niveau der Renten in Deutschland wird weiter sinken und der Beitragssatz steigen müssen.
  • Bisherige Rentenreformen (Riester-Rente, Rente mit 67) waren wichtig, reichen aber nicht aus.
  • Steigerung der Arbeitsproduktivität kann nur einen minimalen Beitrag leisten

Für Experten ist das nicht wirklich überraschend. Spannend ist immer zu lesen, was die Experten als Lösungen vorschlagen. Auch hier ein stichwortartiger Überblick:

  • Ein wirklicher Fortschritt würde erzielt, wenn die Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden
  • Rente mit 69
  • Die Erwerbsquote von Frauen und älteren Menschen steigern
  • Verbesserung bei Qualifikationen und Bildung

Auf den Punkt gebracht: Die Salamitaktik geht weiter! Nach der Abschaffung der Frühverrentung und der Rente mit 67, jetzt also die Rente mit 69. Man könnte Fragen, ob denen nichts neues einfällt. Wahrscheinlich nicht, denn das Rentenalter ist die einzige Maßnahme, die die Politik direkt und mit kalkulierbarer Wirkung steuern kann. An die Beamten traut sich keiner dran. Und das Theater um Herdprämie. Kitaausbau und Bildungsgutscheine zeigt wie wenig oder wenn mit welchen Verzögerungen sonstige Maßnahmen wirken.

Dass die Rente mit 69 und dann mit 71 und dann mit… kommen wird, liegt für mich aus zwei Gründen auf der Hand (ich wiederhole mich hier gerne und oft):

  1. Als Bismarck die Rente mit 65 einführte, lag die Lebenserwartung bei 50. Umgerechnet auf heute, bedeutete dies eine Rente mit 104.
  2. Alle Schaubilder zur Darstellung des Verhältnisses zwischen Beitragszahlern und Rentnern gehen bis 2030. Und zwar seit ich mich erinnern kann (das sind ungefähr 30 Jahre). Der Grund ist einfach: Danach passt es nicht mehr und das will keiner sagen bzw. wenn dann nur in hochwissenschaftlichen Studien versteckt – wie es jetzt die Bertelsmann Stiftung dankenswerter Weise mal wieder getan hat.

Was als können Sie tun: Länger arbeiten und mehr sparen. Wie und was finden Sie am einfachsten und ohne weitere Kosten bei einer umfassenden Rentenplanung bei Hoesch & Partner. Dann wissen Sie, wie es steht und was Sie tun können. Meine Einladung steht: Jetzt Termin vereinbaren. Einen leckeren Kaffee gibt es ebenfalls kostenlos dazu.

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1 Kommentar

[…] Aber zwischenzeitlich bestätigt selbst die OECD, dass wir hier durch späteren Renteneintritt (Rente mit 67 oder 69), Riester-Rente und Rürup-Rente die richtigen Schritte unternommen […]