25.09.2012

Kategorie(n): Allgemein

Die Rente mit 67 soll nach dem Willen der SPD Führung aufgeweicht werden. Wer 45 Versicherungsjahre hat, soll ohne Abschläge in Ruhestand gehen können unabhängig vom dann erreichten Alter. Das betrifft in den nächsten Jahren ca. 200.000 neue Rentner und kostet in der Summe fünf bis sechs Milliarden Euro. Politik „für die Menschen“ oder Populismus gegen die Fakten. Ein paar der Fakten, die ausgeblendet oder verdrängt werden:

–          Als Bismarck das Renteneintrittsalter 65 Ende des 19. Jahrhunderts festlegte, lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei ca. 50 Jahren

–          Die Lebenserwartung heute beträgt je nach Jahrgang und Geschlecht zwischen 80 und mehr Jahre, heute geborene Kinder haben gute Chancen, 100 Jahre alt zu werden

–          Durch die gestiegene Lebenserwartung und die gesunkene Geburtenrate zahlen immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner.

Fakten die weder uneindeutig noch schwer zu verstehen sind. Als Konsequenz bleiben rational betrachtet drei Handlungsoptionen:

  1. Länger arbeiten
  2. Weniger Rente beziehen
  3. Höhere Beiträge zahlen

Die Sendung 1,2 oder 3 hatte kürzlich Jubiläum. Bei Herrn Gabriels Vorschlägen könnte auch Michael Schanze so lange ploppen wie er wollte, es würde kein Licht angehen, denn: der Vorschlag enthält keine richtige Lösung. Entgegen den Fakten wird kürzer gearbeitet, länger Rente bezogen und vermeintlich nicht mehr dafür bezahlt (Die Rechnung kommt dann später, aber das ist ein anderes Thema…)

Eine Lösung ist mehr privat vorsorgen. Das entspricht Antwort 3, höhere Beiträge zahlen. Die Beiträge gehen dann nicht in die gesetzliche Rentenversicherung, sondern in eine Riester-, Rürup– sowie Privatrente oder in die betriebliche Altersversorgung. Alle genannten Vorsorgeformen werden durch  Zulagen und/oder Steuervorteile von Vater Staat unterstützt. Und alle sind eine echte Lösung! Obwohl sie etwas kosten? Nein, weil sie etwas kosten!

 

1 Kommentar

[…] ist die Schnappatmung weg und es bleibt der sachliche Hinweis auf den letzten Blogeintrag zur Rente mit 67. Denn Fakten lügen nicht, auch wenn Sie vergessen, missachtet oder verdrängt […]