20.04.2012

Kategorie(n): Allgemein

Kennen Sie Günter Geiermann? Nein?! Ich bin mir sicher Sie haben ihn schon einmal gesehen, denn als eines der berühmtesten Werbegesichter Deutschlands war der vertrauensvoll wirkende Herr rund 18 Jahre lang in sämtlichen Spots im Fernsehen anzuschauen. Besser bekannt unter dem Namen „(Hallo) Herr Kaiser“.

Richtig! Es handelt sich dabei um die Werbespots der Hamburg-Mannheimer, die „Herrn Kaiser“ nutzten um im Dialog mit dem Zuschauer aktuelle Versicherungs- und Vorsorgethemen zu erklären. „Herr Kaiser“ (gespielt von Günter Geiermann) galt zwischen 1972 und 1990 als die Personifizierung sämtlicher Versicherungsinhalte. Dass diese Werbespots Günter Geiermanns Gesicht, wie er selbst sagt „verbrannten“, war die logische Schlussfolgerung. Geiermann wurde im Volk ganz einfach zu „Herrn Kaiser – der Versicherungsvertreter meines Vertrauens“. Für weitere Rollen war der Schauspieler somit unbrauchbar.

Wieso sollte er aber auch andere Rollen annehmen müssen? 30.000 D-Mark verdiente Günter Geiermann letztlich pro Monat. Bei einer Rolle, die er 18 Jahre, also 216 Monate lang spielte, wären das heute über 3 Millionen Euro!

Hätte er als „das Versicherungsgesicht Deutschlands“ 10% in die Altersversorgung gesteckt, würde er HEUTE 2.500 Euro im Monat erhalten. Plus einer Rente von 700 Euro, könnte er dann von 3.200 Euro im Monat gut leben. Wäre also auch eigentlich nie Bedarf für Herrn Geiermann gewesen sich in anderen Rollen zu versuchen.

Doch nicht alles lief glatt: „Herr Kaiser“ war wohl nicht ausreichend versichert! Er lebt heute im Alter von 73 Jahren nicht von jenen 3.200 Euro im Monat, sondern von gerade einmal 700 Euro Rente in einer 20 Quadratmeter Wohnung. So hätten wir das unserem „Herrn Kaiser“ aber nicht zugetraut!

„Wo ist das ganze Geld eigentlich hin?“,  fragt man sich da. Nach eigenen Angaben habe er große Teile davon an Bekannte verschenkt und sich – so ironisch es klingen mag – nie ausreichend versichern lassen.

„Hallo Herr Kaiser… gerade von Ihnen hätten wir das nicht erwartet“.

 

 Bild: © fotomek – Fotolia.com

 

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