07.12.2011

Kategorie(n): Allgemein

„Geh’n Sie mit der Konjunktur…“, so heisst es in einem bekannten deutschen Schlager aus den 1950er Jahren. Das dachte sich wohl nun auch das Bundeskabinett, als es Mitte November (erstmals seit 2001) die Senkung des Beitragssatzes für die Rentenkasse, von derzeit 19,9 auf 19,6 Prozent für das kommende Jahr beschloss.

Dank der anhaltend guten Konjunktur sinken die Arbeitslosenzahlen, wodurch die Anzahl der Beitragszahler steigt, und somit der Rentenkasse einen wahren Geldsegen beschert. Davon soll nun auch der krisengeschüttelte Arbeitnehmer etwas haben, und sogar für die nullrundengeplagten Rentner ist noch was da.

Einzig die Gutverdiener, mit einem Einkommen über 5500,- Euro, werden durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf 5600,- Euro mit einer Erhöhung ihrer Beiträge rechnen müssen.

Kurz, der Normalverdiener wird entlastet, die Renten steigen, und die „Reichen“ werden endlich mal zur Kasse gebeten. Das klingt für den Durchschnittsbürger schon fast wie ein „ökonomisches Wintermärchen“!

Doch betrachtet man sich die Zahlen einmal genauer, so kann man schon ins Grübeln kommen, ob der Wirkung dieses Beschlusses. Insgesamt umfasst die Entlastung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber rund 1,3 Milliarden Euro – für einen Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Einkommen von 2500,- Euro, bedeutet dies ein Plus von stolzen 3,85 Euro monatlich!

Gerade aber in Zeiten, in denen wir uns gesellschaftlichen Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel gegenüber sehen, kommen hier jedoch Zweifel auf, was die Nachhaltigkeit eines solchen Beschlusses betrifft. Vor dem Hintergrund sinkender Geburtenraten, und steigender Lebenserwartung ist absehbar, dass es zukünftig immer weniger zu verteilen geben wird, insbesondere was die Mittel der Rentenkasse anbelangt.

Da könnte einen schon das Gefühl beschleichen, dass hier die Rentenkasse als „Tool“ missbraucht wird, um geschundene Wählerseelen zu begütigen. Darüber hinaus ist es aber auch ein Zeichen dafür, dass die Eigenverantwortung in Sachen Rente mehr und mehr zunimmt, will man dem Lebensabend entspannt entgegenblicken. Während die Bundesregierung also allem Anschein nach das „Hier und Jetzt“ zu feiern scheint, stehen wir bei Hoesch und Partner Ihnen gerne mit all unserer Erfahrung und der nötigen Weitsicht, beratend zur Seite bei allen Fragen rund um die private Altersvorsorge.

Bild:© babimu – Fotolia.com

 

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