19.12.2011

Kategorie(n): Allgemein

Unisex-TarifeSelbstverständlich leben wir in einer aufgeklärten Zeit, und selbstverständlich ist jedem klar, dass es keine gesellschaftsrelevanten Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Frauen dürfen Hosen tragen,  Männer dürfen weinen – und das ist auch gut so!

Ebenso gut ist es, dass die Gleichstellung der Geschlechter EU-weit gesetzlich verankert ist, durch die europäische Antidiskriminierungs-Richtlinie. Das man bei der Auslegung eben dieser Richtlinie die „Gleichstellung“ auch ad absurdum führen kann, wird anhand des jüngsten Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) schnell klar.

Darin wurde nun die entsprechende, unbefristete Ausnahmeregelung zur geschlechterspezifischen Kalkulation von Versicherungstarifen für unzulässig erklärt, und wird in der Folge zum 21.12.2012 gekippt.  Das die gängige Praxis, Versicherungstarife auch anhand des Geschlechts zu kalkulieren jedoch gar keine Diskriminierung ist, sondern vielmehr dem Wohle des Verbrauchers (bzw. der VerbraucherIN!) dient, bleibt dabei völlig unbeachtet!

Vor allem aber Männer wird das Ganze mittel- und langfristig den „kleinen Unterschied“ von 5% kosten – nämlich bei den Rentenbezügen.

Nach derzeitiger Kalkulationspraxis erhalten Männer, vor dem Hintergrund ihrer geringeren Lebenserwartung gegenüber Frauen eine höhere Rente bei der Rentenversicherung. Für die Frauen gleicht sich diese „Ungerechtigkeit“ hingegen durch die höhere Lebenserwartung und den dadurch bedingten längeren Bezugszeitraum aus.

Knapp gefasst könnte man also sagen, dass dank der Entscheidung des EuGH die europäische Antidiskriminierungs-Richtlinie nun die Männer von Amts wegen benachteiligt.

Wer sich also vom EuGH nicht wegen seines „Mannseins“ diskriminieren lassen möchte, sollte sich schnell noch und seine persönliche Altersvorsorge kümmern. Informieren Sie sich hier zum neuen Unisextarif.

Und selbstverständlich helfen wir bei Hoesch & Partner Ihnen gerne, in allen Fragen rund um Riester, Rürup etc. das Richtige zu finden!

Foto: © shuvro ghose – Fotolia.com

 

Ein Gedanke zu „Der EuGH schafft den „kleinen Unterschied“ ab – und damit die Gerechtigkeit für die Verbraucher gleich mit!“

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