05.12.2011

Kategorie(n): Allgemein

Im Markt der privaten Krankenversicherung ist richtig Bewegung. Die Spitze des Eisberges ist die Central Krankenversicherung, die Ihre sogenannten Einsteigertarife zwischen 20 und in der Spitze angeblich bis zu 70% erhöht. Das löst am Markt ein kleines Erdbeben aus, mit sagen wir mal Stärke 4,7 auf der nach oben offenen Ombudsmannskala. Aber die Central ist nicht allein, bereits im Sommer hat Die DKV bekannt gegeben, dass die sogenannten Einsteigertarife zum 1.1.2012 geschlossen werden. Wer sonst noch mit kräftigen Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung aufwartet, zeigt nachstehende Tabelle.

Gesellschaft Tarif Selbstbehalt Prozentuale Erhöhung Musterkunde: Mann, 32 Jahre Prozentuale Erhöhung Musterkunde: Frau, 32 Jahre
Axa* Vision Start 400 Euro 20% 15%
Bayerische Beamtenkrankenkasse / UKV CompactPRIVAT-Start 900 A 900 Euro 17%
Central V323S2 650 Euro 23% 20%
Deutscher Ring Classic + 0 Euro 12%
DKV K2B 520 Euro 19%
Gothaer MediVita 250 + Z70 250 Euro 13%
LKH G 900 Euro 20%
Nürnberger TOP 306 Euro 13%
R+V AGIL classic 1.920 Euro 19%
Universa intro/Privat 300 300 Euro 11%

Quelle: Franke & Bornberg GmbH
Neugeschäftsbeiträge zum 01.01.2012, Stand 11/2011; Tarife und Geschlechter mit Veränderung zu 2011 größer als 10%; Kein Anspruch auf Vollständigkeit. * Beiträge noch nicht endgültig bestätigt.

Aber was ist eigentlich ein Einsteiger- oder Billigtarif? Die unabhängige Ratingagentur Franke & Bornberg liefert folgende Definition: „Viele Einsteigertarife der PKV sind deshalb so günstig, weil sie nur ein abgespecktes Leistungsspektrum haben. Einige der dort versicherten Leistungen liegen häufig sogar unterhalb  dessen, was in der GKV übernommen wird. … Im Kampf um die besten Plätze in den Preisvergleichen, werden nicht nur Leistungen reduziert, oft ist auch die Kalkulation knapp oder sogar zu knapp. Daher gibt es für die Anbieter in diesen Tarifen auch keinen Spielraum, Leistungen aus Kulanz zu erstatten.“

Zugespitzt könnte man diese Vorgehensweise auch mit Gier frisst Hirn beschreiben, da es von Anfang an Unterfangen war, das rein auf Marktanteilsgewinne ausgerichtet war. In gewisser Weise bekommen Gesellschaften wie die Central nun die Quittung, denn wessen Gesundheitszustand es zulässt sich, der wird einen Wechsel prüfen. Die eigentlichen Leidtragenden sind aber die Versicherten, die bei er Central bleiben müssen, weil Ihr Gesundheitszustand einen Wechsel nicht mehr erlaubt und die Branche als Ganzes, da wir nach Provisionsexzessen und Incentivereisen weiter munter an dem Ast sägen auf dem wir sitzen.

Fast hätte ich etwas Wichtiges vergessen: wer bei der Central oder einem anderen der Wir-erhöhen-die-Billigtarif-Anbieter ist, der kann sich gerne an Hoesch & Partner wenden. Wir prüfen gerne den Vertrag auf Optimierungsmöglichkeiten.

 

1 Kommentar

Sehr geehrte(r) Frau/Herr Noack,

zu diesem Thema sollten wir kurz miteinander telefonieren. Bitte melden Sie sich einmal kurz bei mir über die Hotline, die Sie auf der Startseite finden.

Beste Grüße
Helmut Zeiß