25.11.2011

Kategorie(n): Allgemein

Diese Woche hat das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Studie zu zehn Jahren „Riester-Rente“ veröffentlicht. Darin zieht das DIW das Fazit, dass sich Riester-Produkte nicht rentieren. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bezeichnet diese Aussage in einer Stellungnahme schlicht als falsch.

Wenn es nur um wie auch immer motivierten PR-Kleinkrieg wäre, könnte man ja noch darüber schmunzeln, die Wahrheit ist allerdings eine ganz andere:

  • Es wird  ein fatales Signal an die Vorsorgebereitschaft der Bevölkerung gesendet
  • Diese sogenannte „Rentabilitätsberechnung“ ist bereits in der Vergangenheit auf Kritik gestoßen, das nicht alle Leistungen, die der Kunde erhält, insbesondere aus der Überschussbeteiligung, berücksichtigt werden.
  • Die staatlichen Zulagen – immerhin einige tausend Euro über die Laufzeit eines Vertrages und bei Geringverdienern sogar mehr als die Eigenbeiträge, bleiben ebenfalls völlig unberücksichtigt.

Das wirkliche Fazit müsste heißen: Diese Studie führt schlicht zu irreführenden Ergebnissen. Die Behauptung,  Riester-Renten lohnen sich oft nicht mehr als ein ‚Sparstrumpf‘, ist einfach falsch und so nicht haltbar.

Und das schlimmste an der Sache: Mit der Riester-Rente wurde die Eigenbeteiligung der Bevölkerung an der Altersvorsorge deutlich erhöht, ein lange überfälliger Schritt. Nun konterkariert, um nicht zu sagen zerstört, ein staatlich finanziertes Institut diese Entwicklung durch ein unsachliche Studie. Ein Skandal.

Wer sich unabhängig und individuell , sowie unter Berücksichtigung aller Steuervorteile, Zulagen und Überschussbeteiligungen über eine Rieste-Rente informieren möchte, kann das hier tun: Riester-Rente

Bild: © mopsgrafik – Fotolia.com

 

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