24.11.2011

Kategorie(n): Allgemein

GenerationengerechtigkeitAm Montagabend diskutierten bei Maischberger wieder eine Gruppe gewohnter Talkshowgäste (Arnulf Baring, Gregor Gysi, Lothar Späth) über unser Geld und dessen Sicherheit. Ergänzt wurde die Runde um eine arme Rentnerin, die „mit 200 EUR im Monat auskommen muss“ und um den Rechentrainer und Finanzexperten Bernd W. Klöckner. Während sich die drei erstgenannten in den üblichen Rechts-links-Schemata, Angebots- vs. Nachfrage-Argumente angereichert um ein bisschen Klassenkämpfer Rhetorik verstrickten, wartete Klöckner mit einem interessanten Vorschlag auf: Generationengerechtigkeit innerhalb der Rentnergeneration. D.h. hohe Renten, wie die von Späth oder Baring werden nicht mehr erhöht oder sogar etwas gekürzt, da sie „mehr als genug“ haben. Dafür werden die Kleinst-Renten überproportional erhöht. Als Begründung führt Klöckner an, dass die junge und mittlere Generation schlicht keine finanziellen Möglichkeiten hat, der aktuellen Rentnergeneration zu helfen. Die Mittel die da sind müssten für die eigene Vorsorge investiert werden.

Aus meiner Sicht ein bemerkenswerter Vorschlag, dessen Umsetzung sicherlich eines großen politischen Durchsetzungswillen bedurfte, aber endlich mal eine innovative Idee, die die gängigen Klischees durchbricht und eine lösungsorientierte Alternative bietet. Nun sind wir bei Hoesch & Partner keine Politiker, sondern Risiko- und Vorsorgemanager. In dieser Funktion können wir keine Generationengerechtigkeit herbeiführen, aber wir freuen uns über eine interessante Idee und teilen diese gerne. Unsere Kompetenz und unsere Einflussbereich wirken eher bei der jungen und mittleren Generation. Hier können wir einen echten Beitrag zur Existenzsicherung und –vorsorge leisten. Das ist meinen Mitarbeitern und mir ein echtes Herzensanliegen. Deshalb steht es am Beginn unseres Leitbildes: Wir sehen uns als Risiko- und Vorsorgemanager und tragen somit eine große soziale Verantwortung.

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